24m²
Gartenlaube
In Bearbeitung
Mit diesem Projekt präsentieren wir als Planungsbüro eine nachhaltige und experimentelle Gartenlaube, die wir in weiten Teilen selbst realisieren.
Unser Ziel ist es, innovative Bauweisen und Materialien praktisch zu erproben und bewusst unkonventionelle Lösungen zu testen. Die Konstruktion basiert auf zehn naturbelassenen Baumstämmen, die direkt im Boden verankert sind und die tragende Struktur bilden. Mittels Holzspangen wird sowohl die Bodenplatte als auch das Dach hieran befestigt. Die Außenwände liegen lastfrei dazwischen. Es entsteht eine leichte, beinahe schwebende Wirkung des Bauwerks.
Mit einer Grundfläche von 24 m² mit einem 3m schmalen Baukörper fügt sich die Laube sensibel in ihre Umgebung ein. Die vollständig verglaste Sonnenseite ermöglicht eine intensive Verbindung zwischen Innenraum und Natur sowie die Nutzung passiver solarer Gewinne. Im Inneren haben wir den Raum klar in Schlaf-, Koch-, Ess- und Nebenbereiche gegliedert.
Bei der Materialwahl setzten wir auf regionale Ressourcen und sortenreine Materialien. Die Baumstämme sind sogenanntes Käferholz aus der Region, die Außenwände werden mit unbehandelter Lärche verkleidet. Das Cortenstahldach bildet mit der Zeit eine charakteristische Patina und ist zugleich ein langlebiger, nachhaltiger Werkstoff. Wiederverwendete Kastenfenster aus einem Berliner Sanierungsprojekt unterstreichen den ressourcenschonenden Ansatz.
Zudem ist das Gebäude weitgehend rückbaubar konzipiert, sodass die eingesetzten Materialien nicht nur recycelt, sondern größtenteils wiederverwendet werden können. Die Stromversorgung erfolgt über Photovoltaikmodule und nutzt erneuerbare Energien.
Für die Umsetzung wurden wir von einigen Herstellern gesponsort. Wir laden gern weitere Hersteller ein ihre Materialien und Produkte – sofern sie in diesen Kontext passen – zur Erprobung bereit zu stellen. Im Innenausbau wollen wir verschiedene Dämmmaterialien und Wand-/ Boden-/ Deckenverkleidungen austesten.
Unser besonderer Dank gilt: DS Stahl, J.-E. Matthies, Klöber, Schrott bewahre e.V., SC Bau und den zahlreichen Helfern und Mitstreitern.
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